BERLINS VOLKSTHEATER HANSA
An der Schwelle zum neuen Jahrtausend übergab Klaus Rumpf 1999 die Leitung an die Brüder Claudio Maniscalco (Intendant) und Pietro Maniscalco (kaufmännischer Direktor). Sie traten ein schweres Erbe an. In der über einhundertjährigen Existenz des Hansa hat man das Volkstheater schon häufig für tot erklärt. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger.
Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten erstrahlt das Hansa-Theater, nunmehr umbenannt in Berlins Volkstheater Hansa, in neuem Glanz, als es am 19. November 1999 mit dem Stück "Heinz Rühmann - Der Clown", einer Revue über das Leben des großen Volksschauspielers, eröffnet wurde. Der Erfolg bei Kritikern und Publikum war gleichermaßen groß. Und nach 12 Jahren zeichnete der SFB erstmals wieder ein Stück der Moabiter Bühne auf. Für die darauf folgenden Produktionen konnte man altbekannte Stars wie Dagmar Biener, Brigitte Mira, Waltraut Haas und Winnie Markus gewinnen. |
Der Ausstieg
Doch nach dreijähriger Intendanz erklärte Claudio Maniscalco mit Ende der Spielzeit 2001 seinen Rücktritt.
Wie immer – Kunst und finanzielles Kalkül lassen sich seltenst vereinbaren und so trennte sich Claudio Maniscalco schweren Herzens vom Theater.
Sein Wunsch ein eigenes Ensemble zu beschäftigen und auch auf die so genannten Stars zu verzichten, um aus dem neuem Ensemble heraus seine Stars aufzubauen, scheitern an der Risikobereitschaft seines Bruders Pietro, der vom kaufmännischen Verständnis heraus lieber, den jetzigen momentanen Erfolg sucht. |
Die Visionen
Wenn es nach Claudios Wünschen gegangen wäre, hätte man einen langen, finanziellen Atem haben müssen. Im Zweiten Jahr lässt sich Claudio Maniscalco auf einen Kompromiss ein! Es werden Altstars für das Haus verpflichtet und ein Spielplan aufgestellt der mit dem künstlerischen Verständnis von Claudio Maniscalco nicht konform geht. Claudio gerät immer mehr in die Zwickmühle. Da er merkt das die finanziellen Nöte des Hauses auch in Zukunft immer den Spielbetrieb bestimmen werden, er aber nie die Möglichkeit haben wird, seine künstlerischen Visionen in die Realität umzusetzen, wirft er schweren Herzens nach drei Jahren das Handtuch! |
Inszenierungen
Während der Amtszeit von Claudio Maniscalco werden folgende Produktionen realisiert: „Traumfrau verzweifelt gesucht“, Regie: Katja Nottke. „Eine total verrückte Entführung“, Regie: Brigitte Grothum. „Ein Gauner kommt selten allein“, Regie: Cusch Jung. |
Regie
Außerdem unter seiner eigenen Regie und Idee entstanden preisgekrönte Inszenierungen wie, Heinz Rühmann der Clown, in der Hauptrolle Christian Schodos und „Die Bettelkönigin von Moabit“ in der Hauptrolle Brigitte Mira als Bettelkönigin. Die Inszenierung erhielt den goldenen Vorhang. |
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